Saxophon leise spielen – mit „heißer Luft“

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Leise Saxophon üben mit „heißer Luft“ – Video: Saxophon lernen, Saxophon leise spielen

Da beim Saxophon ein Großteil des Klangs durch die Öffnungen der Klappen und nicht nur durch den Schallbecher nach außen dringt, gibt es für Saxophone keine Dämpfer (wie für Trompeter oder Posaunisten). Zugleich ist das Saxophon aber doch ein recht lautes und durchdringendes Instrument.

Dies stellt uns manchmal vor das Problem, dass wir üben wollen, aber es der Lautstärke wegen nicht können. Sei es wegen der späten Uhrzeit, wegen Nachbarn oder dem schlafenden Kind. Situationen gibt es so einige, in denen wir uns vielleicht wünschen, dass unser Instrument nicht so laut wäre.

Es gibt aber eine Möglichkeit, das Instrument so leise zu spielen, dass sich wirklich niemand deswegen gestört fühlen kann. Ich nenne es mit „heißer Luft“ üben, weil wir dabei tatsächlich Luft durch das Saxophon blasen, dabei jedoch keinen wirklichen Ton erzeugen, sondern nur ein Rauschen, das jedoch bei genauem Hinhören einen Klang hat. Das Rauschen hat eine Einfärbung, je nachdem welchen Ton wir dabei spielen.

Wir erreichen dies, indem wir mit wenig Spannung spielen. Der Ansatz ist locker und gibt nur so viel Druck, dass das Instrument stabil im Mund ist. Auch der Luftdruck den wir mit der Stütze erzeugen (also Bauchmuskeln und Zwerchfell) ist nicht zu kräftig, so dass wir wirklich nur ein Rauschen und keinen Lauten ton erzeugen.

Auf diese Art können wir Fingertechnik, Artikulation und Phrasierung und auch ganze Stücke gut üben. Wenn man dann am nächsten Tag wieder mit normaler Lautstärke übt ist es oft erstaunlich, wie gut alles klappt, da dieses Üben mit „heißer Luft“ viel Konzentration erfordert und dadurch sehr effektiv ist.

Diese Technik ist allerdings nur für Fortgeschrittene, die schon ein halbes Jahr oder länger spielen, geeignet. Anfänger, die erst kurz spielen, sollten die erste Zeit auf jeden Fall mit normaler Lautstärke und vollem Ton spielen, um so ein gutes Gefühl für das Instrument, die Atmung und den Ansatz zu bekommen.

Saxophon Dynamik – Crescendo und Decrescendo

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https://www.youtube.com/watch?v=BzZWvYta2yw

Saxophon Dynamik – Crescendo und Decrescendo – Video: Saxophon spielen lernen

Crescendo und Decrescendo sind beides sogenannte Dynamik-Bewegungen. Das bedeutet, dass dabei über einen bestimmten Zeitraum, z.B. zwei oder drei Takte, die Lautstärke gleichmäßig lauter (Crescendo) oder leiser (Decrescendo) wird.

Notiert werden beide Dynamik-Bewegung sehr ähnlich, nämlich meist mit einer lang gedehnten eckigen Klammer unter den Noten. Beim lauter werden eine „Größer“-Klammer, beim Leiser werden eine „Kleiner“-Klammer. Es gibt auch die Möglichkeit, unter die Notenlinie das Wort Crescendo bzw. Decrescendo zu schreiben und danach mit Punkten anzugeben, wie lange die Dynamik-Bewegung gespielt werden soll. Schau am besten im Video rein, da ist es genau und mit Notenbeispielen erklärt.

Wir Saxophonisten nutzen beim Crescendo und Decrescendo unsere Bauchmuskeln und das Zwerchfell (auch „Stütze“ genannt), um den Luftdruck und damit die Lautstärke zu variieren. Bei lauten Spielen mehr Druck und Kraft, beim leisen Spielen dementsprechend weniger. Jedoch ist es wichtig daran zu denken, die Spannung der „Stütze“ gerade beim leisen Spielen nicht zu sehr absinken zu lassen, da es sonst leicht zu Tonschwankungen kommt.

Crescendo und Decrescendo sind wichtige Techniken, die häufig vorkommen und denen man dementsprechend regelmäßig Aufmerksamkeit beim Üben schenken sollte. Mein Tipp: Lange Töne zu spielen sollte sowieso zu deinem Übe-Repertoire gehören. Suche dir also ein paar Töne aus jedem Register und spiele diese mit kontrolliertem Crescendo und Decrescendo. Das kannst du auch mit Metronom machen, um einen Ton z.B. innerhalb von 8 Schlägen vom Piano zum Forte zu steigern.

Verschiedene B-Griffe auf dem Saxophon – Griffe Saxophon

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https://www.youtube.com/watch?v=95raV6rO-Po

Die verschiedenen B-Griffe auf dem Saxophon – Video Saxophon lernen, Griffe Saxophon

Es gibt auf dem Saxophon verschiedene Möglichkeiten, den Ton B (damit meine ich das B‘ und das B“) zu greifen. Jeder hat seine Vor- und Nachteile, je nachdem in welcher Tonkombinationen der Griff verwendet wird.

Da wäre zunächst einmal das Seiten-B. Hierbei greift die linke Hand den Ton A und die rechte Hand drückt die untere rechte Seitenklappe. Dies ist der Griff, den man als Anfänger als Erstes lernt und er ist für Tonkombinationen von dicht beieinander liegenden Tönen hervorragend geeignet, z.B. bei der F-, B- oder Es-Dur-Tonleiter.

Ein weiterer wichtiger B-Griff ist das sogenannte Zeigefinger-B, bei dem man mit dem Zeigefinger der linken Hand die H-Klappe und zugleich auch die darunter liegende kleine Klappe drückt. Dieser Griff ist vor allem für größere Sprünge geeignet. Wenn das B in Kombination mit den Tönen G, F, E oder D gespielt wird – also Tönen bei denen die linke Hand alle drei Finger drückt – so kann mit dem Zeigefinger leicht zum Zeigefinger-B rutschen und sich so die Grifftechnik sehr vereinfachen.

Dann gibt es noch das sogenannte Gabelgriff-B. Hierbei drückt man mit der linken Hand die H-Klappe und mit der rechten Hand die Fis-Klappe. Dieser Ton klingt auf den meisten Saxophonen etwas matt, deshalb verwende ich ihn nur zum Trillern mit den Tönen B und H.

Es gilt also, nicht immer nur einen B-Griff für alle Tonkombinationen zu verwenden (meist ist es der Griff, den wir zuerst gelernt haben). Vielmehr ist es wichtig, je nach Situation den optimalen Griff zu finden und flexibel zu sein. Schau dir am besten das Video an, hier sind die Griffe und die jeweiligen Vor und Nachteile genau erklärt.

E-Blues-Tonleiter und ein Blues-Lick auf dem Saxophon

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https://www.youtube.com/watch?v=qsP4o_Bnthk

E-Blues-Tonleiter und ein Blues-Lick auf dem Saxophon – Video: Saxophon Improvisation

Die E-Blues-Tonleiter oder Blues-Skala ist besteht aus den Tönen der E-Moll-Pentatonik (also E, G, A, H und D) und der Bluenote. Die Bluenote ist die b5. In E-Moll ist die Quinte über dem Grundton (also die 5) das H, einen Halbton darunter ist das B, dies ist also die Bluenote.

Die Bluenote ist ein Ton, mit dem man beim Improsivsieren gezielt Dissonanzen kreieren kann und diese wieder zu den benachbarten Tönen, in E-Moll das A oder das H, auflösen kann. Dabei kann man die Intensität der Dissonanz, also der Spannung die man aufbaut, gezielt steuern, je nachdem wie lange man auf der Bluenote bleibt und wie man sie wieder auflöst. Hier gilt: Einfach rumprobieren und sich beim Musik Hören Inspiration bei den Meistern holen

Die Griffe der E-Blues-Tonleiter liegen auf dem Saxophon sehr gut und das Seiten-B ist für ein flüssiges Spielen der Bluenote hin zum A oder H meist die beste Wahl. Die Blues-Tonleiter in verschiedenen Tonarten auf dem Saxophon zu beherrschen ist wichtig, um über verschiedene Stücke improviseren zu können.

Also schaut ins Video rein, übt die E-Moll-Pentatonik und -Blues-Skala, übt den Blues-Lick und legt los mit Spielen.

Saxophon Vibrato #2 – Übe-Tipps

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https://www.youtube.com/watch?v=HmRBrP8Vg_s

Saxophon Vibrato #2 – Übe-Tipps – Video: Saxophon lernen, Saxophon Sound

In diesem Video geht es darum, wie man als Saxophonist Vibrato übt und diese Technik verfeinert. Wenn du mit den Grundlagen des Saxophon-Vibratos noch nicht vertraut bist, dann schaue dir am besten erst kurz den ersten Teil der Videos zum Thema Vibrato an.

Damit Vibrato auf dem Saxophon gut klingt sind zwei Dinge wichtig:
1. Die Amplitude, also die Größe der Schwingungen muss gleichmäßig sein.
2. Die Frequenz, also der Rhythmus der Schwingungen muss ebenfalls gleichmäßig sein.

Um dies zu erreichen übst du am besten mit einem Metronom (Tempo irgendwo zwischen 50 und 70 bpm), Töne gleichmäßig und in verschiedenen Geschwindigkeiten durch leichte Bewegungen des Unterkiefers und der Lippen zum Schwingen zu bringen. Das heißt also, die Tonhöhe rhythmisch leicht anzuheben und abzusenken.

Zu Beginn spielst du den Ton immer gerade an und hältst ihn ca. 1 Viertelnote lang ohne Vibrato, dann fügst du bewusst und so exakt wie möglich Vibrato hinzu. Dabei kannst du das Tempo langsam steigern: 1. Viertelnoten 2. Achtelnoten 3. Achteltriolen 4 Sechzehntel.
Wenn auch die Sechzehntel sauber klappen, kannst du alle Notenwerte für einen Takt über einen langen Ton hinweg aneinanderreihen.

Ein paar Tipps zum Üben des Vibratos auf dem Saxophon:
Übe Vibrato mit Tönen aus jedem Register – also mittleres, hohes und tiefes – da du je nach Register die Bewegung von Unterkiefer und Lippen entweder etwas stärker oder schwächer gestalten musst, um ein schönes Vibrato zu erzielen. Im hohen Register bedarf es nur kleiner Bewegungen, im tiefen Register recht großer.
Übe Vibrato jeden Tag, gleich am Anfang als Teil des Einspielens. Also erst lange gerade Töne (ohne Vibrato) und dann noch in jedem Register Töne mit Vibrato.
So schön ein gutes Vibrato auch klingt, vernachlässige lange, gerade gespielte Töne nicht. Diese sind die Grundlage für einen guten Ton. Und Vibrato klingt nur dann wirklich gut, wenn es zu geraden und sauber gehaltenen Tönen hinzugefügt wird.
Übe Vibrato zu Beginn mit einer großen Amplitude. Dies vereinfacht es, rhythmisch exakt zu spielen und sich eine saubere Technik anzugewöhnen. Das klingt zwar noch nicht so schön, ist aber für die ersten Wochen eine sehr gute Übung. Mit der der Zeit kannst du dann die Schwingung immer weiter verkleinern und das Vibrato immer weiter verfeinern.

Das Ziel ist natürlich, Vibrato in Stücken und Melodien anzuwenden. Sobald die Grundübungen gut klappen ist dafür der richtige Moment. Suche dir dann in einer Melodie nur ein paar wenige lange Töne aus, die du mit einem Vibrato versehen willst. Weniger ist auch hier mehr – also lieber nur ein paar Töne mit einem schönen Vibrato verzieren, als jeden Ton. Entscheide dich für ein Vibrato-Tempo, das zum Stück passt, also vielleicht Achtel oder Achtel-Triolen und los geht’s.

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