Saxophon Vibrato #1 – Die Basics

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Saxophon Vibrato #1 – Die Basics – Video: Saxophon lernen, Saxophon Sound

Vibrato ist ein sehr wichtiges Element zur Tongestaltung. Mit Hilfe dieser Technik können wir Saxophonisten dem Ton – und damit auch den Melodien die wir spielen – mit einfachen Mitteln mehr Ausdruck und Gefühl verleihen. Oft ist es einfach die Kombination aus guter Intonation und einem schönen Vibrato, die einen Saxophon-Sound von der Masse abhebt.

Vibrato ist eine Technik, bei der man die Tonhöhe in gleichmäßigem Rhythmus leicht anhebt und absenkt. Wir Saxophonisten nutzen unseren Unterkiefer und die Lippenspannung, um dies zu erreichen.

Flötisten und zum Teil auch Sänger erzeugen ein Vibrato durch rhythmisches Anspannen des Zwerchfells. Dabei entsteht technisch korrekt gesehen eigentlich ein Tremolo, also ein Pulsieren der Lautstärke, nicht der Tonhöhe. Als Saxophonist ist es wichtig, diesen Unterschied zu kennen, um sich nicht die falsche Technik anzugewöhnen.

Also, wir Saxophonisten nutzen beim Vibrato unseren Unterkiefer und die Lippen, um die Tonhöhe rhythmisch gleichmäßig zu variieren. Der leichteste Weg dahin führt über die Vorstellungskraft, nämlich indem ich mir die Silbe „Daaaijaijaijai“ vorstelle. Durch das Vorstellen dieser Silbe bewegen sich Unterkiefer und Lippen automatisch so, dass ein Vibrato entsteht.

Ein paar Dinge gilt es beim Vibrato zu beachten:
Der Ton sollte immer erst gerade angespielt werden und des Vibrato erst später dazukommen. Es entsteht schnell ein „leiernder“ Effekt, wenn die Töne von Beginn an mit Vibrato gespielt werden.
Die Amplitude, also die Größe der Schwingung muss gleichmäßig sein, damit das Vibrato gut klingt.
Die Frequenz, also die Geschwindigkeit der Tonhöhen-Schwankungen, muss gleichmäßig sein, damit das Vibrato gut klingt.

Die Grundlage, um am Saxophon-Vibrato arbeiten zu können ist ein sauberer, gerader Saxophon Ton. Also die Fähigkeit, den Ton ohne Schwankungen halten zu können. Nur zu einem sauberen, klaren Saxophon Ton hinzugefügt kann das Vibrato seine volle Wirkung und Schönheit entfalten.

Saxophon Artikulation – Basics: Tenuto, Legato, Staccato

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Saxophon Artikulation – Die Basics: Tenuto, Legato, Staccato und mehr – Video: Saxophon lernen

Unter dem Begriff Artikulation versteht man in der Musik zum einen, wie einzelne Töne stimmlich gestaltet werden, das heißt für uns Saxophonisten zum Beispiel, wie hart sie angestoßen werden und wie lange sie ausgehalten werden. Zum anderen versteht man darunter, wie und ob Töne mit einander verbunden werden.

Auf dem Saxophon ist für die Gestaltung der Artikulation die Zunge entscheidend. Und hier hilft es wiederum, sich Silben vorzustellen und damit die Bewegung der Zunge zu steuern.

Zunächst einmal zu den drei häufigsten Artikulationstechniken:
1.) „Tenuto“. Dies bedeutet, dass man den Ton breit spielt, über die volle Länge seines notierten Wertes. Notiert wird dies mit einem Strich über oder unter dem Notenkopf. Oft jedoch ist es auch so, dass man Töne „tenuto“ spielt, wenn keine Artikulationszeichen bei den Noten stehen. Die Silbe, die wir hierfür verwenden ist ein „Daaa“.
2.) „Legato“. Hier verbindet man mehrere Töne, indem nur der erste Ton einer Tonfolge angestoßen wird und man, ohne den Luftstrom dabei zu unterbrechen, die Klappen bewegt. So entsteht eine gebundene Tonfolge. Notiert wird dies mit einem Legatobogen, auch Bindebogen genannt. Auch hier stößt man den ersten Ton mit einem „Daaa“ an und atmet weiter mit einem vorgestellten „aaa“ in das Saxophon, während die Finger die Griffe wechseln.
3.) „Staccato“. Hierbei werden die Töne hart angestoßen und sehr kurz gespielt. Das heißt zugleich auch, dass zwischen jedem Ton eine kleine Lücke entsteht. Notiert wird „staccato“ mit Punkten über oder unter den Notenköpfen. Und die Silbe die hilfreich dabei ist, Staccato-Töne auf dem Saxophon zu spielen, ist ein „Tat“.

Im Video erkläre ich noch zwei weitere Artikulationformen, die nicht ganz so grundlegend für uns Saxophonisten sind wie tenuto, legato und staccato, die aber auch recht häufig vorkommen.
Das wäre zum einen „portato“. Dies ist sozusagen eine Mischung aus tenuto und staccato. Der Ton wird nicht über seine volle Tonlänge gespielt, aber auch nicht ganz kurz. Es entstehen also kleine Lücken zwischen den Tönen. Notiert wird diese Artikulation mit Staccato-Punkten und zugleich einem Bindebogen. Als Silbe, um Töne portato auf dem Saxophon zu artikulieren empfehle ich ein „Daat“.
Und zu guter Letzt noch der Akzent. Hierbei stößt man den Ton hart an und wird danach wieder etwas leiser. Man gibt dem Ton sozusagen viel „Attack“ und gibt ihm damit eine Betonung. Notiert wird dies mit einer eckigen Klammer über dem Ton. Und als Silbe bietet sich hier ein „Taaa“ an, wobei man durch das „T“ das harte Anstoßen erreicht.

Artikulation ist für uns Saxophonisten ein sehr wichtiges Möglichkeit, um Ausdruck in Melodien und Soli zu bringen. Die hier beschriebenen Artikulations-Techniken sind die Grundlagen, mit denen man seine Musik schon sehr abwechslungsreich gestalten kann.

Das Saxophon Stimmen – Video: Saxophon Intonation

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Saxophon lernen für Anfänger: Das Saxophon stimmen – Video: Saxophon Intonation

Das Saxophon zu stimmen bedeutet, die Tonhöhe anzupassen, also höher oder tiefer zu regulieren. Dafür gibt es gibt es am Instrument nur eine Möglichkeit, nämlich das Mundstück auf dem Kork weiter rein oder weiter raus zu bewegen.

Schiebst du das Mundstück auf dem Kork weiter hinein, so wird die Luftsäule kürzer, das heißt, der Ton wird höher. Ziehst du das Saxophon-Mundstück weiter hinaus, so wird die Luftsäule länge, der Ton also tiefer.

Es gibt zwei Möglichkeiten zum Einstellen der Saxophon Stimmung:

  1. Ein Stimmgerät, das die exakte Tonhöhe anzeigt. Hier gibt es auch viele gute Apps für Smartphones. Hierbei spielst du einen langen Ton und richtest dich nach der visuellen Anzeige des Geräts. Je nachdem was es anzeigt bewegst du das Mundstück auf dem Kork weiter hinein oder hinaus.
  2. Du stimmst zu einem sogenannten Stimmton. Das kann ein anderes Instrument sein oder ein Ton von einer Aufnahme. Hierbei gleichst du die Intonation deines Saxophon der Tonhöhe des Stimmtons an, auch wieder durch Verschieben des Mundstücks auf dem Kork.

Auch andere Faktoren haben einen Einfluß auf die Intonation des Saxophons:

Zum einen die Temperatur. Wenn das Instrument sehr kalt ist, so es deutlich tiefer, man muss also das Mundstück weiter hineinschieben. Wenn das Instrument warm ist, so ist es höher, das Mundstück muss also weiter raus. Gerade im Winter merkt man diesen Unterschied deutlich. Wenn man das kalte Instrument aus dem Koffer nimmt und die ersten Töne spielt, so sind diese deutlich tiefer als normal. Nach ein paar Minuten spielen, wenn das Instruement aufgewärmt ist, hat sich die Intonation auch wieder normalisiert.

Auch der Ansatz hat einen großen Einfluß auf die Intonation. Mit der Spannung der Lippen und Form des Gaumen kann man die Tonhöhe um seinen Halbton bis zu einem Ganzton verändern, ohne dass dabei eine Klappe gedrückt wird. Das Saxophon kann also noch so gut stimmen, wenn im hohen Register die Ansatz-Spannung zu niedrig ist, dann wird der Ton zu tief sein.

Mein Tipp also: Erst mit einem klingend A oder klingend B die optimale Mundstück-Position finden und so das Instrument gut stimmen. Dann mit Hilfe des Ansatzes bei jedem Ton die Nuancen Intonation verfeinern.

Saxophon lernen für Anfänger: Saxophon Artikulation

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Saxophon lernen für Anfänger: Saxophon Artikulation

Durch das sogenannte Anstoßen gibt man dem Ton einen klar definierten Anfang, was wichtig ist, um sauber und rhythmisch exakt zu spielen. Entscheidend für diese Technik ist die Bewegung der Zunge.

Am einfachsten ist es, sich die Silbe „Daaa“ vorzustellen, genau das ist nämlich die Bewegung, die die Zunge ausführen muss, nur eben mit einem Saxophon-Mundstück im Mund.

Das „D“ am Anfang der Silbe sorgt dafür, das die Zunge sich schnell vom Blatt löst und so den Weg für die Luft durch das Saxophon freigibt. Je nachdem wie stark der Akzent sein soll, den ich am Anfang des Tons setzen will kann ich das „D“ weicher oder härter aussprechen. Bei einem sehr harten Akzent, z.B. bei einem sforzando kann auch ein „T“ am Anfang stehen.

Auch der Vokal der Silbe, also das „aaa“, hat einen großen Einfluss auf die Klangfarbe des Tons. Enge Vokale wie „iii“ oder „eee“ führen zu Anspannung im Gaumenbereich und somit zu einem engen und gequetschten Ton. Mit offenen Vokalen erreicht man das Gegenteil, also einen offenen und entspannten Ton, und das ist es ja, was wir meistens wollen.

Der offenste Vokal ist das „aaa“ und deshalb auch meist unsere erste Wahl. Aber auch „uuu“, „ooo“ oder „ööö“ funktionieren gut und können je nach Klangvorstellung verwendet werden. Hier gilt es einfach, selber rumzuprobieren.

Sobald das Anstoßen einzelner Töne gut funktioniert ist es wichtig zu lernen, mehrere Töne flüssig nacheinander anzustoßen, so dass möglichst keine Lücke zwischen den einzelnen Tönen entsteht. Wie man das gut übt und noch ein paar Tipps mehr findest du im Video.

Pentatonik Saxophon #2: Erste Grundübung

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Pentatonik lernen auf dem Saxophon #2: Erste Grundübung – Video: Pentatonik Saxophon

Auf dem Weg dorthin, mit der Pentatonik in verschiedenen Tonarten frei improvisieren zu können, führt kein Weg daran vorbei, sie erst einmal langsam und gründlich in möglichst jeder Tonart zu meistern. Dabei sind Patterns – also festgelegte, sich wiederholende Tonfolgen – sehr hilfreich.

Indem man diese Patterns Abschnitt für Abschnitt übt, verinnerlicht man den Klang und das Tonmaterial der Pentatonik. Zu Beginn ist ist dabei noch hin und wieder ein Blick auf’s Notenblatt hilfreich, aber je früher es gelingt, diese Übungen auswendig zu spielen, desto schneller ist man in der Lage, selber diese Tonfolgen zu variieren und damit zu improviseren.

Die Patterns zu üben bringt in vielen Bereichen Vorteile mit sich:

  1. Du verinnerlichst beim Spielen die Töne und lernst so die Pentatonik sozusagen „nebenher“ auswendig.
  2. Die Tonfolgen des Patterns liefern dir erste Ideen, mit denen du dein Solo gestalten kannst und die sich gut variieren lassen.
  3. Diese Patterns sind hervorragende Technik-Übungen, bei denen du jedes Register des Saxophons verbessern und zugleich an deiner Artikulation arbeiten kannst.
  4. Du verinnerlichst durch ständiges Wiederholen den Klang der Pentatonik und wirst sie so bald überall wiedererkennen.

Im Video zeige ich ein Basic-Petatonik-Pattern. Eine Grundübung, die sehr hilfreich ist und jedem Saxophonisten auf dem Weg zum freien Improvisieren sehr weiterhelfen kann. Viel Spaß beim Üben und Spielen.

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